“Wir haben jetzt die Zeit, unser Können, das angesammelte Wissen und unsere Erfahrung sinnvoll zum Wohle der Menschen einzusetzten”
(Heinz Rath)

Vor zehn Jahren wurde die Idee für den „MineWolf“ geboren, als der frühere leitende Entwicklungsingenieur Heinz Rath durch Berichte über die weltweite Minenproblematik und Minenseuche auf die Thematik und die schwierige und lebensgefährliche Entschärfung von Minen aufmerksam wurde. Gemeinsam mit Gleichgesinnten suchte er nach einer Möglichkeit Minen sicherer, schneller und effektiver aufzuspüren und zu entschärfen. Mit dem „MineWolf“, einer handelsüblichen Mulchfräse, der „offenen Minenfräse“ und dem „Toolboxsystem“ entwickelten sie ein System, dass mittlerweile zum Standard in der Entminungstechnologie avanciert ist, wie der internationale Mitbewerbervergleich anlässlich ds Symposioms in Sibenik aufzeigte.

Dank der politischen Unterstützung aus Rheinland-Pfalz und dem Konsortium bestehend, aus den Unternehmen AHWI, RUAG, Armtrac und STS wurde der erste Prototyp entwickelt. Die Mienwöfle engagieren sich beretis 10 Jahre für “eine Welt ohne Minen”. Heute sind seit der Gründung von MineWolf-Systems in Koblenz 2004 weltweit über 50 Fahrzeuge im Einsatz.

Im vergangenen Jahr wurden im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda 650.000 Quadratmeter minenverseuchtes Ackerland durch eine private Aktion von Heinz Rath in Koordination mit humanitären Organisationen vor Ort und mit Hilfe des Auswärtigen Amtes durch den Einsatz des „MineWolf“ wieder nutzbar gemacht. Ruanda wurde „mine-safe“.

Gernot Erler, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, schreibt in einem Brief im Auftrag von Bundes-außenmister Frank-Walter Steinmeier an den rheinland-pfälzischen Innenminister Karl-Peter Bruch dazu: „[...] Die beachtlichen und beispielgebenden Aktivitäten des Landes Rheinland-Pfalz und seiner Bürger bei der Minenräumung in Ruanda verdienen unseren Respekt. Sie tragen fraglos in erheblichem Umfang zum Ansehen Deutschlands in dieser Region Afrikas bei.[...]“

Zukünftig muss es darum gehen, die gewonnenen Flächen einer gemeinschaftlichen landwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen, um die weltweite Armut zu bekämpfen. Die Minenwölfe aus Koblenz stellen hierzu ihre Kenntnisse und Technologien zur verfügung.

Das Team arbeitet nach wie vor ehrenamtlich und nicht gewinnorientiert. Lediglich die Kosten für Auslangen im Zusammenhang mit der Arbeit für das humanitäre Minenräumen werden erstattet. Einnahmen aus Spenden und Lizenzen sind für das Projekt “MineKids”, Hilfe für behinderte Kinder, bestimmt.